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Rückblende

Immer wieder schlugen die Geschosse der Bordwaffen und die RP-3 Raketengeschosse der tief anfliegenden Hawker Typhoon der 2nd Tactical Air Force in die Gebäude der Ortschaft Leese an diesem 08. April 1945 ein.

Die deutschen Verteidiger, das SS-Bataillon 12, verstärkt durch die 1. Batterie des RAD Flak Regiments 531, sollten mit Tieffliegerangriffen und Artilleriebeschuss endlich aus dem Ort herausgedrückt werden.

Leese war seit der Sprengung der Weserbrücke in Stolzenau am 05. April 1945 in den Vormittagsstunden durch ein Pionier-Sperr-Regiment und dem unbemerkten Übersetzen des britischen 8. Bataillons der Rifle-Brigade mit Schlauchbooten, leicht nördlich Stolzenaus am selben Tag, zur Kampfzone geworden.

Den versuchten Brückenschlag der Royal Engineers, der britischen Pioniere, vereitelten die 10,5 cm Geschütze der RAD Batterie. Es gab zahlreiche Verluste unter den britischen Pionieren, dennoch war ein kleiner Brückenkopf auf dem Ostufer der Weser gebildet.

Während die britische 11. Panzerdivision am 06. April vor Stolzenau den Umweg über Petershagen nehmen musste, um die Weser zu überschreiten, versuchten die 5. und 7. Kompanie des SS-Bataillons 12 einen Gegenstoß gegen die übergesetzten Briten. Der Angriff blieb 300 Meter vor dem Brückenkopf liegen, da die Soldaten des SS-Bataillons deckungsarmes Gelände überqueren mussten und so dem Feuer der Briten, die sich im Gut Vorwerk verschanzt hatten, und den nun zusätzlich angreifenden Typhoon Jagdbombern, schutzlos ausgeliefert waren.

Wenig später beobachteten die jungen SS-Soldaten, die sich auf dem Acker eingegraben hatten, wie Ju 87 Stukas und Focke Wulf 190 die Pionierbrücke angriffen. Es gab wieder Verluste unter den Royal Engineers, der Brückenschlag war erneut unterbrochen.

Um die Mittagszeit traf das 46. Commando der 1. Commando Brigade mit 600 Mann zur Verstärkung in Stolzenau ein. Das 46. Commando setzte um 13:00 Uhr sofort über die Weser und trat den Angriff an. 1500 Meter vor Leese mussten sich die Commando-Soldaten eingraben. Der Widerstand des SS-Bataillons war zu heftig.

Durch den Brückenschlag bei Petershagen, standen dem SS-Bataillon am 07. April fast 280 Panzer und 4800 Infanteristen in der Flanke. Die Briten konnten ihre Überlegenheit wegen des moorigen Untergrundes und der Wälder nicht zum Tragen bringen und waren bei ihrem Vormarsch an Straßen und Wege gebunden. Je eine Kompanie des SS-Bataillons die eiligst nach Heimsen und Loccum verlegt wurden, konnten den Flankenstoß stoppen.

Den 08. April nahmen die Briten Leese unter schweres Feuer, als die Nacht hereinbrach war Leese ein Flammenmeer. Unbemerkt hatten sich die deutschen Verteidiger abgesetzt. Kurz nach Mitternacht am frühen 09. April setzte die 1. Commando Brigade mit weiteren 1800 Mann über die Weser. Die Soldaten umgingen Leese südlich und drangen am Morgen von Osten in den verwüsteten Ort ein. Kein Schuss fiel.

 

 

 

 

 

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