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Durchführung der Prospektion

Die vermuteten Sprengstellen wurden vorher grob, ohne Grabungen durchzuführen, sondiert, um Häufigkeit und Ausdehnung der sondierten Objekte festzustellen.

An den Hotspots wurden dann durch punktuelle Grabungen Objekte freigelegt und die Fundstelle eingemessen. Die Objekte wurden in wiederverschließbaren Kunststoff-Beutel zusammen mit dem Fundzettel gelagert.

Die Grabungslöcher wurden nach Entnahme des Objekts wieder verfüllt.

 

Arbeitstage

Der erste Arbeitstag erfolgte Mitte Juli 2021. An dem Tag wurden über 60 Objekte prospektiert und geborgen.

Auch am zweiten Arbeitstag, Ende Juli.2021 wurden abgesetzt vom Bereich des ersten Fundbereichs fast 80 Objekte detektiert und geborgen.

An diesem Tag wurden an zwei Stellen offen liegender Sprengstoff, vermutlich TNT oder ein Derivat gefunden. Dass es Sprengstoff sein könnte, ergab sich aus der kristallinen Struktur und dem Vorhandensein von Blaseneinschlüssen, die auf eine Gießmasse hinwiesen. Da TNT giftig ist, zeigte sich auch kein Bewuchs an den Stücken. Die Funde wurden dem Polizeikommissariat Stolzenau gemeldet und durch zwei Beamte von dort gesichert. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst aus Hannover räumte den Sprengstoff dann in unserer Abwesenheit nach 17:00 Uhr.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst ordnete die Funde nicht als historisch ein, was aber widerlegbar ist. Ein Beprobung fand nicht statt.

Am dritte Arbeitstag, Ende September 2021 sollte eine Torsionswelle, die am letzten Arbeitstag entdeckt wurde, geborgen werden. Diese Welle wurde aber in der Zwischenzeit gestohlen und in unmittelbarer Nähe wurden illegale Grabungen festgestellt.

Die Prospektion wurde in der Nähe einer Wildschweinsuhle fortgesetzt. Hier wurden einige Objekte geborgen.

Ergiebiger war aber die anschließende detektierung in einem weiteren, weiter abgesetzten Bereich von der Wildschweinsuhle. Hier lagen die Fundteile teilweise offen auf dem Waldboden. An dem Tag wurden nochmals über 20 Funde geborgen.

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